Als Schule ist es unsere Aufgabe, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Herzensbildung zu fördern. Dazu gehört für uns, den Blick unserer Schülerinnen und Schüler für die Welt und für Menschen zu öffnen, die unter anderen Umständen leben als wir. Daher war der jüngste Besuch von Frau Petra Hochmuth einer engagierten Vertreterin des Vereins „Socialis for The Gambia“, für unsere Schulgemeinschaft ein echtes Highlight und ein wichtiger Lernimpuls.
Unsere Verbindung nach Westafrika
Die Verbindung zu der von diesem Verein gegründeten und finanziell unterstützten Schule in Gambia ist für unsere Einrichtung seit Jahren eine Herzensangelegenheit. Durch unser Engagement erfahren die Kinder hautnah, dass ihre Anstrengungen einen direkten, positiven Einfluss haben. Ob beim jährlichen Spendenlauf, bei dem jeder erlaufene Euro zählt, oder beim fleißigen Basteln für den Ramspauer Weihnachtsmarkt – die Schülerinnen und Schüler wissen: Wir arbeiten nicht nur für uns, sondern unterstützen die Schulbildung von Gleichaltrigen auf einem anderen Kontinent.
Frau Hochmuth kam zu uns, um den Kindern zu zeigen, was mit dieser Hilfe konkret bewirkt wird.
Vom Klassenzimmer in Ramspau nach Brufut
Die Präsentation war lebendig und kindgerecht aufbereitet. Mithilfe eindrucksvoller Fotos nahm Frau Hochmuth unsere Klassen mit auf eine Reise direkt in das Schulgeschehen in Gambia. Sie berichtete anschaulich vom Tagesablauf der gambischen Kinder: vom gemeinsamen Unterricht im Freien bis hin zu den Spielen in den Pausen und dem gemeinsamen Mittagessen (oft die einzige Mahlzeit der Kinder).
Die Kinder erkannten schnell die Unterschiede: Während bei uns bunte Schulranzen, eine große Auswahl an Lernmaterialien und gut ausgestattete Klassenräume selbstverständlich sind, berichtete die Besucherin von einer großen Bescheidenheit und einer ungemeinen Lernfreude der afrikanischen Kinder, die jede Chance auf Bildung dankbar nutzen.
Empathie und Dankbarkeit als Lernziel
Dieser Vormittag war ein tiefgreifendes, emotionales Lernerlebnis. Er hat unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur geografisches und kulturelles Wissen vermittelt, sondern vor allem Empathie und Dankbarkeit gelehrt. Sie haben verstanden, dass Bildung nicht überall auf der Welt ein gesichertes Gut ist, und wie wichtig es ist, sich für andere einzusetzen.
Der Besuch hat unser Engagement für die Schule in Gambia neu befeuert. Wir freuen uns schon jetzt auf unsere nächsten Aktionen und danken Frau Hochmuth von Herzen für diesen beeindruckenden Einblick in eine andere Schulwirklichkeit.